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Donnerstag, 11. Februar 2016

Leben kommt ins Haus

Es war Ende November 2015, als wir mit unserem süßen Liebling Nelson in die Tierklinik gingen. Unser allerliebster Kater war seit dem Umzug in unser Haus ruhiger und stiller geworden, fraß weniger, hatte abgenommen.
Wir nahmen an, dass der arme Kerl den Umzug nicht so gut verkraftet hatte, den Stress nicht vertrug und sich mit den neuen Gegebenheiten einfach nicht anpassen wollte. Dazu vielleicht noch ein Problem mit seinen Zähnchen?? So jedenfalls unsere Vermutung, als ich eines Freitags mit Tragekorb in der Tierklinik stand. Umso größer der Schock, als die Tierärztin beim abtasten die Stirm runzelte und kurz danach bei einer Röntgenaufnahme einen Tumor feststellte. Für weitere Untersuchungen ließ ich den armen Kerl dort und ich sehe ihn noch heute vor mir, wie er auf dem Arm von einer Arzthelferin rausgetragen wurde, über ihre Schulter mir tief in die Augen sah und die Pfote nach mir ausstreckte als ob er sagen wollte "bleib bei mir!"
Ca. 2 Stunden später bekamen wir einen Anruf, das Ultraschall hatte den größten Tumor angezeigt, den die Tierärzten in ihrer beruflichen Laufbáhn je gesehen hatte, komplett um den gesamten Darm herum gewachsen und so gut wie inoperabel. Nach Aussage der Ärztin waren wir kurz vor knapp gekommen, es würde nur noch wenige Tage bis zum vollständigen Darmverschluss vergehen... Noch telefonisch gaben wir die Anweisung zum einschläfern und ich heulte mehrere Stunden ohne Unterbrechung. Wer einmal ein Tier verloren hat, weiß wovon ich rede. Und ich hatte in den vergangenen 3 Jahren gerade die 3. Katze per Einschläfern verloren.


Nelson mit seinem durchdringenden Blick, seiner geduldigen Ruhe, seiner verschmusten Art, der nie aus der Wohnung wollte, immer in unserer Nähe war und manchmal stundenlang am Fenster saß und wartete, bis er uns wieder nach Hause kommen sah. Der am liebsten mit Bauch nach oben da lag, nicht genug gestreichelt werden konnte und der grundsätzlich quer über meiner Tastatur lag, wenn ich am PC war.
Und jetzt? Weg war er. Da saßen wir im neuen, großen Haus, der leere Kratzbaum an der Wand, die Näpfe verschwanden im Abstellraum, kein Maunzen begrüßte uns wenn wir nach Hause kamen. Wer Tiere hat, weiß auch das: ein Haus ist kein Zuhause, wenn kein Tier auf einen wartet!!


Aber so ganz ohne? Das geht einfach nicht! Klar war uns vor allem eines: wir wollen genau so eine Art, wie es Nelson war! British Kurzhaar nämlich, eine Rasse in die wir uns unsterblich verliebt hatten seit wir Nelson kannten. Er war zwar ein Mischling (so die Aussage des Tierheimes, wo wir ihn 1,5 Jahre zuvor hergeholt hatten ), aber Internetrecherchen hatten uns früh gesagt, dass BKH genau diese Eigenschaften haben, die wir bei Nelson so geliebt haben:

  • große, kugelrunde Augen mit durchdringendem Blick
  • ein stämmiger Körperbau
  • ein runder, eher breiterer Kopf 
  • extrem dichtes, weiches Fell
  • robustes Wesen
  • geduldig und ruhig
  • verspielt, verschmust
Dazu gerne auch etwas kräftiger und korpulenter, ausgewachsene Kater können gerne mal 9 oder 10 kilo auf die Waage bringen, teilweise sogar mehr!
"Berühmte" Vertreter der Rasse British Kurzhaar sind übrigens z.B. die Whiskas-Katze (diese Art war Nelson) oder auch die bekannte Sheba-Katze!! 

Also BKH! Reinrassig bitte! Und wenn wir schon dabei sind - Platz genug hätten wir doch, also warum nicht einfach gleich 2....?

Gesagt getan und mit einem aufkeimendem Hoffnungsschimmer wühlte ich stundenlang im Internet! Suchbegriffe nach "BKH Kitten Zucht" führten mich zu zig Inseraten auf diversen Internetportalen wie z.B. Quoka und ebay kleinanzeigen.
Und bei diesen Suchen fielen mir auch die großen Unterschiede auf.... angefangen beim Preis bis hin zu den "Beschreibungen" und "Darstellungen", die da teilweise angeboten wurden!!!

Recht schnell war erkennbar, was hier Rassekätzchen von seriösen Züchtern war und was reine Geldmacherei diverser "Kofferraum-Verkäufer" war.
Als Tipp von mir, falls ihr Euch überlegt über Internetannoncen reinrassige Kätzchen zu suchen:
  • ausführliche Beschreibungen der Katzen,
  • detailierte, klare und scharfe Fotos der jungen Kätzchen, am besten incl. der Elterntiere (keine unscharfen Handybilder, auf denen man nur Grauschleier erkennt!)
  • Abgabe der jungen Kätzchen frühestens ab der 12. Woche (viele boten die Kätzchen bereits mit 8 Wochen an!!!! Viel zu früh, das ist nur schädlich für die kleinen!)
  • Mehrfach entwurmt und geimpft sollen sie sein incl. Gesundheitszeugnis, Attest, Impfbuch und vor allem einem offiziellen Stammbaum des Zuchtvereins (ganz wichtig!)
  • so gemein es sich anhört, aber achtet auf die Schreibweise: gebrochenes Deutsch das aussieht wie vom google-Übersetzungsprogramm übersetzt incl. 65 Rechtschreibfehlern und am besten nur mit dem einen Satz "vekauhfe junge Katze, kannst komen zu Abholung sofot, alle gesunt!" - dazu noch ein Foto auf dem ein Mini-Kätzchen verschüchtert in der hintersten Ecke einer Pappschachtel hockt....  das  lasst da bloß die Finger weg!!!
Hat mir dann eine Anzeige bzw. die Bilder der Katzen gefallen, habe ich nach dem Verkäufer recherchiert.... gegoogelt nach der Ortsangabe +Zucht+BKH, je nachdem half mir die angegebene Mailadresse oder Telefonnummer auch weiter. Und in sehr vielen Fällen landete ich dann auch auf offiziellen Homepages der privaten Züchter, konnte mich dort erst über die Elterntiere kundig machen, vergangene Würfe ansehen und etwas über die allgemeinen Bedingungen herauslesen, unter denen die Kätzchen dort aufwuchsen.

All das tat ich, noch bevor ich den Erstkontakt zum Züchter herstellte! Und der erfolgte - dank der modernen Technik - per whats app!! Nette Nachricht hingeschickt und fast immer bekam ich innerhalb von 30-60 minuten Antwort, bekam weitere BIldchen zugeschickt, erfuhr welche Kätzchen der Würfe noch zu haben waren, wie die Charaktere der Kätzchen waren etc.

Und ja - was denkt ihr?? Wir wurden fündig :-)) Zwei Tage nach Beginn meiner Internet-Recherchen landete ich bei einer sehr netten Züchterin, die sogar mehrere Kätzchen zur Auswahl hatte. Ihre noch recht junge Zucht hatte gerade parallel 2 Würfe hervorgebracht, der Katzenpapa war der gleiche, lediglich die Mama's unterschiedlich. Und ich erhielt das erste Foto per whats app zugeschickt....

Züchterin: "Das hier ist ein Junge, der wäre noch frei. Sehr lieb und sehr verschmust ist er, war der größte in seinem Wurf! Ist jetzt ca 7 Wochen alt"...... 

Copyright des Fotos liegt bei der Züchterin!!!

Ohhhhhhja - bitte bitte bitte, einmal für uns reservieren! So ein hübsches rundes Gesicht, so flauschig..... JAAA! Hätten Sie denn noch ein Kätzchen frei, das sich mit ihm gut versteht??

Züchterin:"Ja, ist aber aus dem anderen Wurf. Das Mädel ist noch arg klein, gerade 5 Wochen alt. War die kleinste in ihrem Wurf. Sehr zierlich! Wird mal eine ganz hübsche!"

Und dann erhielten wir dieses Foto hier....

Copyright des Fotos liegt bei der Züchterin!!!!!!

Ach Gott, ihr wisst ja nicht, wie ich gequickt habe!!! Das ist eine Katze? Ernsthaft? Sah für mich eher nach Teddy aus, ein Plüschtierchen, die großen Kulleraugen, der große runde Kopf, zum reinbeißen süß!!!

Wir haben uns vom Fleck weg in "unser Mäuschen" verliebt und ich habe nur noch ins whats app getippt "RESERVIEREN RESERVIEREN - DIE GEHÖRT UNS!!!!!!!!!" :-) :-)

Und bereits 5 Tage später fuhren wir hin, um unsere beiden Mäuse live zu sehen, die Züchterin kennenzulernen und auch, damit sie UNS kennenlernen konnte! Knappe 2 Stunden Fahrtzeit, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, und dann sahen wir die beiden live:



 Die Elterntiere waren ebenfalls mit dabei, die bildhübschen Mama's die sich abwechselnd um ihre Jungen kümmerten (und die sich übrigens um ALLE Jungen gleichzeitig kümmerten, egal ob es der eigene Wurf war oder nicht!! ), der stolze und kräftige Katzenpapa der mit erhobenem Kopf und gemächlich durch die Wohnung schritt, und auch die anderen kleinen Kätzchen, die fast alle gerade im Kratzbaum verteilt lagen und schliefen.

Unser Entschluss stand fest: die nehmen wir!!!! Und dann hieß es warten und warten und warten - denn da Abgabetermin erst ab der 12. Woche war, konnten wir sie nun noch nicht mitnehmen. Exakt 35 Tage ab dem Kennenlernen bis zur Abholung verstrichen - die Wartezeit wurde mir dank der lieben Züchterin etwas versüßt, in dem sie mir wöchentliche Updates zuschickte, neue Fotos und Gewichtsstände und Wachstumsschübe mitteilte :-)
Ich informierte mich genau über die Farben, Eigenschaften etc der Rasse (unser Bub ist ein "Creme"-Kater,  das Mädchen "Blau" - sie wird auch gerne "Karthäuser" genannt und ist übrigens genau die Farbe, die auch die berühmte Sheba-Katze hat!)

Und wir legten uns auf Namen fest - getreu dem A-Wurf bzw. B-Wurf passten wir uns sogar an und entschieden uns für ANTON und BÄRBEL!!!

Tja, und dann, anfang Januar an einem Freitag abend, fuhren wir mit 2 Transportboxen wieder hin. Voller Aufregung, Vorfreude, etwas Nervosität.... wie groß sind die kleinen? Sind sie fast schon ausgewachsen? Immerhin schon 12 Wochen (das Mädchen) und 14 Wochen alt (der Junge). Werden sie sich bei uns wohlfühlen? Geht alles gut? Werden sie sehr lange die Mama vermissen??

Zunächst mal waren wir überrascht, wie miniklein beide Kätzchen noch waren! Die Befürchtung war völlig umsonst, unsere Minimaus passte in eine einzelne Hand rein!!! Mit großen Augen sah sie uns an, während der Junge etwas forsch um uns herumstromerte. Als wir dann beide in den Tragekorb packten, kullerten fast überall die Tränen.... bei mir vor Vorfreude, bei der Züchterin aufgrund des Abschieds, selbst der Züchterpapa bekam einen Kloß im Hals, er wollte "sein Mädchen" fast nicht mehr hergeben *lach*

Bereits bei der Heimfahrt bemerkten wir die unterschiedlichen Charaktäre der beiden.... Anton etwas verängstigt, ans Gitter der Transportbox gepresst, kläglich maunzend ("weinend" könnte man auch sagen....). Bärbel dagegen lag ruhig gechillt auf dem Rücken, betrachtete die Decke der Transportbox getreu dem Motto "Ich kann grad eh nix ändern, also relax ich erstmal!"

Daheim angekommen saßen beide erstmal dicht aneinander gepresst in der Box. Aufgeregt. Nervös. Ängstlich. Alles neu! Wer sind die beiden Typen da? Was sind das hier für Gerüche? Was ist das für eine Umgebung? Wo sind unsere Mama's??

Die ersten 2 Tage waren beide sehr zurückhaltend, lagen viel aneinandergepresst unter einem Regal, versteckten sich immer wieder hinter dem Sofa, nachts schliefen sie im schmalen Spalt zwischen Kühlschrank und Wand!


Doch es wurde immer besser, sie erkundeten den Wohn-/Küchenraum. Durften ab Tag 3 unter Aufsicht mal ins Schlafzimmer mit. Lernten das Bad kennen. Nach 5 Tagen durften sie - wenn wir auch im Haus waren - im Flur sein. Sie lernten die Treppe kennen (und Bärbel packte die ersten 2 Tage nicht einmal die Treppenstufen, so mini war sie *seufz*), kamen von allein ins Obergeschoß, erkundeten jedes Eck langsam und systematisch und eroberten Zimmer für Zimmer.



Mittlerweile sind etwas mehr als vier Wochen vergangen. Jeden einzelnen Tag freuen wir uns über unseren Familienzuwachs! So lieb, so verspielt, so verschmust, so verpienst (Anton!), so zickig (Bärbel!), so verfessen (beide!) - sie wachsen nonstop, Bärbel hat knapp 600 g zugenommen, Anton bereits ein komplettes kilo!
Bärbel hat noch ein kleines Problem mit den Augen, was aber bei dieser Rasse bei kleinen Kätzchen häufig vorkommt: durch die Einzüchtung von Perserkätzchen haben die BKh etwas kleine Näschen, nicht ganz so eingedrückt wie bei den Persern aber doch etwas kürzer als bei der "normalen" Hauskatze. Dadurch ist es ab und zu der Fall, dass bei den jungen Kätzchen die Tränenkanäle zu sind und Tränenflüssigkeit nur über die Augen abfließt. Das verwächst sich jedoch fast immer und auch bei Bärbel wird es von Tag z Tag besser, lediglich ein bisschen "verklebt" sieht sie manchmal unter dem Auge aus, da ich ihr nicht nonstop mit einem Tempo unter dem Auge herumwischen möchte. Optisch vielleicht nicht ganz so hübsch anzusehen, aber es stört uns nicht weiter und wird voraussichtlich auch bald ganz weg sein.

Ansonsten sind beide super süß und ich könnte sie nonstop fotografieren (was ich auch tue - schaut einfach mal auf meinem Instagram-Account oder sucht in Instagram nach dem Hashtag #antonundbärbel *gg*


 Wunderschön auch anzusehen, wie gut sich die beiden verstehen. Zwar wird regelmäßig getobt, gespielt, gebissen und manchmal kreischt einer von beiden, aber kurz danach ist die Liebe wieder da und beide liegen eng umschlungen da. Getrennt sind sie kaum voneinander, da wo der eine ist, ist der andere nicht weit!! Alles wird im Doppel gemacht, ob gespielt, gefressen oder geschlafen und selbst im Katzenklo stehen sie oft zu zweit :-)
Für uns bedeutet das alles ein abendliches Live-Programm, Fernsehen etc. wird fast nicht mehr benötigt, die Action haben wir schließlich daheim :-) 

 Vermissen wir Nelson?
Ohja - nach wie vor, jeden Tag aufs Neue und ich denke wirklich noch oft an unseren Flauschbauch!
Bereue ich es, so schnell wieder "Katzennachschub" geholt zu haben?
Nein, auf keinen Fall! Ohne Katzen können wir nicht und Anton und Bärbel trösten auch ein wenig über den Verlust von Nelson hinweg!
Sind 2 Katzen zuviel? 
Keinesfalls! Falls die Möglichkeit besteht, würde ich jedem empfehlen, gleich 2 Kätzchen zu nehmen. Ich hätte ein furchtbar schlechtes Gewissen, würde ich heute ins Geschäft gehen und z.B die Minimaus Bärbel daheim alleine lassen. Ohje, das geht ja gar nicht! So sind beide zusammen, spielen zusammen und leisten sich gegenseitig Gesellschaft. Und - wie in unserem Fall - zwei (Halb-)Geschwisterchen sind einfach perfekt, da sie sich von anfang kennen, gemeinsam aufgewachsen sind und füreinander da sind.

Genauso, wie es sein soll..... eine Katzenliebe fürs Leben :-)


Habt ihr Tiere? 
Und seit ihr "Team Katze" oder "Team Hund"?
Oder mögt ihr etwa gar keine Haustiere...?




Montag, 24. März 2014

Gestatten - mein Name ist Nelson!

Es ist mittlerweile fast schon 3 Jahre her, als ich meine damaligen Lieblinge vorgestellt habe. Drei Katzen hatte ich zum damaligen Zeitpunkt :-)
Doch drei Jahre sind eine lange Zeit und viel kann passieren.

Bild von ca 2007 :-) Auf dem Hocker Gina, rechts Clarence, auf meinem Schoß Hugo


Meine Gina, die Katze die mein Mann und ich als kleines Baby zu uns holten kaum das wir zusammen gezogen waren, wurde im November 2012 eingeschläft, 1 Tag vor meinem Geburtstag. Unser Mädchen hatte viel mitgemacht, davon 2 Jahre "Krebspatientin" in einer Tierklinik. Ihr ging es gut während der Chemobehandlung und sie wurde wieder richtig fit, wurde sogar in "Remission" entlassen. Doch der Krebs kehrte zurück, sie magerte innerhalb kürzester Zeit ab und wurde regelrecht apathisch. Das Leiden länger anzusehen ging nicht und so wurde sie im damaligen Alter von 14 Jahren eingeschläfert.

Nächster Kandidat - unser Hugo! Der dickköpfige Kater lebt noch, soviel sei schon einmal gesagt :-) Allerdings nicht mehr bei uns, sondern wir haben ihn rund 45 km entfernt bei meiner Mom untergebracht. Weshalb man so etwas tut? Der Kerl hat sich irgendwann entschieden, andere Familien auszuschnuppern. Durch sein hübsches Äußeres (Langhaar Mix in schwarz-weiß) und seiner kleinen Macho-Art hat er direkt das Herz zweier Familien erobert und wurde dort regelrecht angefüttert. Als die besagten Familien jedoch in Urlaub gingen wussten die weiteren Nachbarn nicht weiter und haben ihn direkt ins Tierheim gepackt! Per Zufall erfuhr ich Tage später davon und habe ihn direkt wieder geholt. 10 Tage "Hausarrest" brachten leider nicht viel, denn kaum entließ ich ihn wieder in die Freiheit steuerte er zielstrebig seine "neue" Familie an :-( Und dort fiel er angeblich die dortigen Katzen an.... was ich ehrlich gesagt kaum glauben kann. Nichtsdestotrotz drohte man mir (!!!), den Tierschutz einzuschalten falls ich die Katze nicht "in den Griff" bekäme. Wer eine Katze besitzt weiß, dass man den sturen Fellknäuln vieles beibringen kann, aber sie ganz bestimmt nicht "in den Griff" bekommt. Schweren Herzens brachten wir ihn daher zu meiner Mom, die ihn jedoch super versorgt und wo er sich - incl. Freigang und großem Garten - austoben kann und sich wohl fühlt.

Blieb noch ein Kater übrig, unser Clarence (Gina's Sohn). Der Stubenhocker fühlte sich - nun komplett allein - sichtlich wohl und blühte regelrecht auf, wurde immer schmusiger und wollte eigentlich das Haus gar nicht mehr verlassen. Anfang des Jahres begann er jedoch, immer weniger zu fressen. Selbst besondere Leckereien wie frisches Fleich und Hühnerherzen rührte er jedoch nicht mehr an und er wurde zusehends dünner. Ein Besuch beim Tierarzt brachte leider keine Ergebnisse, die Blutwerte waren nicht gut aber auch nicht wirklich schlecht. Als er dann jedoch 3 Tage lang überhaupt nicht mehr aß sondenr nur noch Haut und Knochen war, folgte der nächste Tierarztbesuch. Verdacht auf diverse Krankheiten und - sozusagen als "Erbkrankheit" - lag auch der Verdacht auf Krebs nahe. Nach einem langen Gespräch mit dem Tierarzt traf ich dann allein - ohne meinen Mann - die Entscheidung, den Kater den Krebsleidensweg seiner Mutter nicht ebenfalls zuzumuten, sondern ihn zu erlösen. Minuten später schlief er in meinem Arm ein (und ich bekomme direkt wieder Tränen in die Augen) - übrigens 1 Tag nach dem Geburtstag meines Mannes :-(

Tja - das war es dann, von drei Katzen innerhalb 1,5 Jahren runter auf Null!! Das übrige Katzenfutter bekam meine Mom für Hugo und ihren anderen Kater, die Näpfe wurden im hinteren Eck im Schrank verstaut und das Katzenklo aus der Wohnung geräumt.
Abends blickte ich auf einen kahlen Katzenkratzbaum, auf dem Sofa fehlte mir das schnurren einer schlafenden Katze.

Dann besuchte ich diverse Onlineseiten der umliegenden Tierheime und beobachtete täglich die Zu- und Abgänge der Katzen.

Und dann - eines Tages - gab es eine neue Anzeigenschaltung. "Kater, British Kurzhar Mix, silbertabby". Gesehen und verliebt! Kurz meinen Mann informiert und das Tierheim angerufen. Einen Tag später standen wir pünktlich zur Tierheimöffnung vor der Türe. Die liebe Tierpflegerin brachte uns direkt in den Katzentrakt, wo wir von allen Seiten gleich beschnuppert und beschmust wurden. Nur "unserer" lies sich nicht blicken, lag zusammengerollt in einem Kratzbaum und traute sich nicht heraus, da er andere Katzen nicht mag. Ich streckte meine Hand in den Kratzbaum und sofort schmiegte er sich an mich.... Die Entscheidung war getroffen! Und obwohl wir ihn nicht einmal in natura gesehen hatten, machten wir direkt alles Schriftliche fertig, zahlten die Schutzgebühr und gingen mit unserer Transportbox wieder zurück. Als wir den Katzentrakt dann wieder erreichten, sahen wir "ihn" zum ersten mal... stattlich mit hochaufgerichtetem Kopf saß er auf dem Fensterbrett und sah uns direkt an :-)

Als wir daheim ankamen befürchtete ich, dass der Kater direkt aus der Transportbox hinter dem Sofa verschwinden würde und wir ihn die nächsten Tage sowieso nicht zu Gesicht bekommen würden. Falsch gedacht! Er war zwar aufgeregt und schnupperte sich quer durch die Wohnung, aber kam zwischendurch immer wieder zu uns, um gestreichelt zu werden. Bereits wenige Stunden später schlief er, den Bauch nach oben gestreckt, direkt neben mir auf dem Sofa und schnurrte selig vor sich hin. Seither weicht er nicht mehr von unserer Seite, folgt uns quer durch die Wohnung, will sogar mit rein ins Bad. Er futtert wie ein Scheunendrescher, ist etwas verspielt, extrem schmusig und haart mit seinem dichten Fell gerade die ganze Wohnung voll *gg*

Die Namenssuche dauerte zwei volle Tage, dann hatten wir uns entschieden! Und das ist er nun - unser Nelson, ca. 4 Jahre alt und ein absoluter Goldschatz!!!
Etwas pummelig, immerhin bringt der stattliche Kater knapp 7 kilo auf die Waage! Das Gewicht merkt man auch direkt wenn er mit Anlauf aufs Sofa springt und auf meinem Bauch landet :-) Dabei aber unheimlich fit, schnell und verspielt, auch leicht tollpatschig und einfach zuckersüß!




Die bildhüßsche Zeichnung ist ein weiteres, dieses silbergraue ist einfach wunderschön anzusehen. BKh silbertabby ist übrigens auch die bekannte "Whiskas-Katze" aus der Werbung :-)

Wer mir auf Instagram folgt, hat mit sicherheit schon die Bilder gesehen die ich in den letzten 9 Tagen eingestellt habe (und wer mir noch nicht folgt - tut das doch einfach :-) Da gibt es immer wieder Nelson-Fotos und andere Dinge aus meinem Leben zu sehen :-) .
So lange ist er nämlich mittlerweile bei uns und fühlt sich von Tag zu Tag wohler!!



Die nächsten Wochen wird er noch in der Wohnung bleiben, damit er sich komplett an alles gewöhnt und die Gerüche kennenlernt. Erst dann werden wir ihn auch ins Freie lassen, damit er sich nicht verläuft wenn er on Tour ist.

Und ich?? Bin total happy mit dem hübschen Schatz und hochgradig glücklich und zufrieden mit der Entscheidung, unserem Nelson ein neues Zuhause zu geben!!





Dienstag, 5. Februar 2013

Sonntag, 29. Januar 2012

Gammelsonntag!






Und auf dem freien Plätzchen sitze dann ich mit dem Strickzeug ... :-)

Sonntag, 15. Mai 2011

Meine treuen Hausgefährten

Mangels Kamera greife ich jetzt mal auf bestehendes Bildmaterial zurück (und in den nächsten Tagen habe ich sogar ein paar Swatch's etc., die ich kürzlich fotografiert aber noch nicht verwendet habe)

Zum Thema Beautyblog handelt der heutige Inhalt eher weniger, aber ich dachte mir, ich könnte doch mal meine 3 liebsten Hausgenossen (abgesehen natürlich vom hauseigenen Ehegatten...) vorstellen:

Gina
Unsere Lady (manchmal auch "Maus", "Schnecke" oder "vergoldetes Sparschwein") genannt.... :-)
Gina haben wir im Alter von ca. 7 Wochen erhalten und das ist nun fast genau 13 Jahre her .-)
Gina ist eine treue Seele, lieb, verschmust, anhänglich. Sie liebt die Sonne (siehe unteres Foto), achtet vor allem im Sommer seeeehr auf ihre Figur (selten mehr als 3,3 kg!!!), ist bei der Wahl ihrer Speisen eher schleckig (bitte alles mit Soße, und davon extra viel!!) und bis auf einen Staubsauger bringt sie so schnell nichts aus der Ruhe.
Vor allem für kleinste Kinder ist es die optimale Katze: Gina hat noch nie gefaucht, gekratzt oder ähnliches. Häufig haben bei uns im Haus schon kleine Kinder/Baby's gewohnt. Ob die Katze mit festem Griff um den Hals durch den Garten gezerrt wird, ein Kind versehentlich auf ihrem Schwanz landet oder der feste, klammernde Babygriff am Katzenohr zerrt.... die Katze macht nicht einen Mucks :-)

Besonders hervorzuhebendes Merkmal.... sie ist ein besonderer Liebling in der Tierklinik! Eine Katze hat 7 Leben, so heißt es. Gina hat schätzungsweise schon 15 Leben verbraucht!!!!!!!
Ob im Fenster steckengeblieben und mehrere Wochen lang an den Hinterfüßen gelähmt, verstauchte Pfoten, Hautallergie (jaaaa, sowas kriegen auch Katzen!) und und und.... Gina kennt alles!
Seit Dezember hat sie keine Milz mehr und bei der OP wurden tumorige Stellen an Magen/Darm festgestellt. Und jetzt? Nach dem ersten Schock ist unsere Katze seit fast einem halben Jahr Dauer-Chemo-Patientin!!! Jaaaaaaaa! Und bevor empörte Stimmen kreischen "Was tut die denn dem Tier an! So eine Quälerei" dem sei gesagt: der Katze geht es seither so gut wie die letzten Jahre nicht mehr! Sie verträgt alles, erhält 14tägig ihre Spritzen und Medikamente und ist seither täglich on tour unterwegs, sogar Mäuse schleppt sie wieder an :-) Übrigens: durch die Chemo verliert die Katze KEINE Haare - sie sieht noch exakt so aus wie auf den Fotos (das obere Bild ist übrigens erst ca. 5 Wochen alt!)
Nachteil: Die Tierarztkosten der letzten 13 Jahre würden mittlerweile wohl für einen Kleinwagen reichen.... *hust* Aber es ist halt unsere Süße.... :-)

Edit: am 4. November 2012 mussten wir unsere geliebte Maus einschläfern lassen. Der Krebs war zurück, sie war abgemagert auf etwas mehr als 2 kg und ihr war nicht mehr zu helfen.

Kommen wir zu Katze Nr. 2:
Clarence:

Clarence ist Gina's Sohn! Gina hat im Alter von exakt 1 Jahre Junge bekommen und ihn haben wir behalten. Spitznamen (in liebevoller Hinsicht - auch wenn es sich anders anhört): Verräter, Psycho, Stinker :-))
Gibt es so etwas wie "Cat-Sharing"??? Dann haben wir es in Clarence! Im Zeitraum Oktober-April lebt diese Katze nämlich 24 Stunden am Tag bei der Nachbarin! Und in dieser Zeit kuckt uns der Kater - auf gut deutsch gesagt - mit dem Arsch nicht an! Jawolle! Sowas gibt es! Ab Ende April packt die 86jährige Nachbarin ihre Koffer und geht bis Ende September nach Österreich. Das Auto mit der Dame ist noch nicht die Straße weggefahren, da steht Clarence maunzend bei uns in der Wohnung und hat uns wieder lieb! *gg*
Besonders hervorzuhebende Merkmale: Clarence hat Angst vor allem und jedem: ob raschelnde Plastiktüte, lautes Lachen, Niesen oder schnelles Gehen - wenn er könnte würde er vor Schreck sämtliche Haare verlieren!
Im Augenblick liegt er hinter mir auf meinem Bürostuhl und schläft seit ca. 5 Stunden (während ich auf einem kleinen Hocker sitze....) - das ist nämlich sein liebstes Hobby.

Und hier Nr. 3 im Bunde:
Hugo
Es ist jetzt ca. 6 Jahre her, da saß ich mit meinen Kollegen im Garten des Chefs, als Kollegin D. um die Ecke kam - in der Hand einen Karton haltend "Schau mal, was ich hier gefunden habe!" Und dann saß ich das vor mir:
Hugo wieder hergeben?? Niemals Nie Nicht!!!!!!!!!
Spitznamen dieses hübschen Kerls: Fresser, Stinktier, Staubsauger :-))))
Hugo ist die einzige Katze, die ich kenne, mit der man richtig kommunizieren kann und dem man an Gesicht und Gestik ansieht, wie seine Stimmung ist. Oder kennt ihr eine Katze der man anmerkt, das ihr langweilig ist und die dabei ihre Pfoten/Fußnägel betrachtet????? Genau das tut dieser Kerl nämlich :-))
Mittlerweile ist aus dem süßen Kätzchen ein ausgewachsener 6 kilo-schwerer Langhaar-Kater geworden und sieht so aus:
Hugo holt mich maunzend am Auto ab, wenn ich heimkomme.
Hugo kündigt sich schon 3 Häuser weiter maunzend an, wenn er eine Maus hat (was fast täglich passiert).
Hugo maunzt, wenn er Hunger hat (hat er immer!)
Hugo maunzt, wenn er in die Wohnung will.
Hugo maunzt, wenn er raus will.
Mit maunzen meine ich nicht mal ein kurzes "Miau", sondern  - bei Nichtbeachtung durch uns - gerne auch mal ein bis zu einstündiges Maunzen (ich glaube, da ist er dann schon in Trance....!)
Fressen? Alles! Und am besten viel und in unendlichen Mengen! Langsam fressen??? Hey - könnte ihm ja jemand wegnehmen! In der Regel hat er ca. eine halbe/dreiviertel Dose Katzenfutter weggefuttert noch bevor ich wieder im Wohnzimmer angekommen bin (daher auch der Name "Staubsauger" - so schnell kann man nämlich gar nicht kucken wie der das Zeug runterschlingt!)
Mein liebstes Spiel mit Hugo: Bauchpuster! Was das ist? Kennt ihr sicher: macht man mit kleinen Baby's: man presst den Mund auf den Bauch und pustet mal kräftig. Macht irre viel Spaß, Hugo streckt dabei alle 4 Beine in den Himmel, die Ohren klappen langsam an, der Mund geht immer weiter auf... spätestens nach dem 3. mal muss ich aber in Deckung gehen weil er mir sonst ins Gesicht hüpft. Aber bis dahin ist es herrlich (man hat anschließend nur etwas viele Katzenhaare im Mund.... *kicher*)

Hugo ist übrigens (leider) fast immer draußen. Unser kleiner Streuner kommt in der Regel abends kurz zum fressen heim. Je nachdem wie spät es ist will er dann jedoch ins Bett. Und ich meine "INS BETT!" Noch kauend geht er (leicht wankend) von Küche richtung Schlafzimmer und wartet dann (natürlich maunzend) vor der Tür, bis wir aufmachen. Wenn er könnte, würde er sich auf dem Weg dahin den Bauch kratzen. Kaum geht die Türe auf liegt die Katze noch vor uns im Bett! Schän im "Gräbele" auf meiner Seite an den Füßen.
Spätestens gegen zwei Uhr will er aber wieder raus. Da ich schlafe wie eine Tote und nicht reagiere spaziert er daher mit allen 4 Pfoten über das Gesicht meines Mannes. Und glaubt mir - bei 6 kg Katze auf der Backe wacht jeder auf und lässt entnervt die Katze ins Freie. Ignorieren??? Ich verweise auf den oberen Punkt mit dem "trancigen Maunzen".... :-))))

Tja - das wars soweit zu meinen "Viechereien".
Was mir an meinen Tieren gefällt: die Eigenwilligkeit! Die Dickköpfigkeit! Diese extrem unterschiedlichen Charaktäre! Ich möchte keinen der drei eintauschen .
Und jetzt gehe ins Wohnzimmer, wo Gina schon liegt und auf mich wartet um schmusen zu können und werde dabei die Ohren aufhalten bis ich Hugo heimkommen höre :-)

Ich hoffe es hat Euch ein bissel gefallen und zum Schmunzeln gebracht .-)